#
mobil

Neuer Lademaßstab

29.8.2025

Der EV6 gilt als Wendepunkt und erster Vertreter der neuen Kia-Modelle. Nur wenige Monate vorher änderte Kia neben ihrem Leitspruch – nun „Movement that inspires“ – auch ihr Logo. Der auf der fortschrittlichen E-GMP-Elektroplattform basierende Elektro-Shooting-Brake mit modernster 800-Volt-Technologie ist Kias Konkurrenz der symbolische Dorn im Auge. Nun haben sich die Südkoreaner für das aktuelle Modelljahr noch einmal ins Zeug gelegt und dem Crossover ein sehr dezentes, aber doch spürbar aufwertendes Facelift geschenkt. Wir dürfen präsentieren: der neue KIA EV6 in der aktuellen Top-Ausstattung GT-Line Premium.
 
Rein optisch scheint sich auf den ersten Blick nicht großartig etwas verändert zu haben, erst bei genauerem Hinsehen offenbart sich die neu gestaltete Tagfahrlichtsignatur samt eines durchgehenden Leuchtenbandes. In Kombination mit dem neu modellierten Stoßfänger sorgt das für ein stimmiges, aufgewecktes Erscheinungsbild. Im Profil besticht der nach wie vor mit einem Radstand von 2,9 Metern langgezogene EV6 durch aufgefrischte Seitenschweller. Nach hinten erblickt man schließlich die modelltypische Heckpartie, die auf gespaltene Meinungen trifft. Die einen mögen sie, den anderen ist sie zu kurzlebig. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, doch eines ist sicher: Sie bleibt in Erinnerung. Dementsprechend wurde hier auch nur minimal erneuert, Änderungen betreffen im Besonderen die Rückleuchten sowie den dreidimensional ausgeformten unteren Stoßfänger.
 
Auch der Innenraum ist von großen, unangenehm erzwungenen Änderungen verschont geblieben. Das Interieur ist daher gewohnt gelungen und vertraut funktional. Das Herzstück – die beiden 12,3 Zoll großen Displays – wurden nun unter einer einzelnen Glasscheibe als Panorama-Display ausgestaltet, dessen Bedienung abgesehen von einigen etwas zu versteckten Menüpunkten wunderbar intuitiv von statten geht. Auch die freischwebende Mittelkonsole findet sich im Facelift, allerdings ergänzt um modernste biometrische Erkennungstechnologie. Dadurch lässt sich der EV6 beispielsweise per Fingerabdruck starten. Ansonsten findet sich in der ersten Reihe vor allem eines, nämlich Komfort. Platz genommen wird auf Veloursleder-Premium-Relaxation-Sitzen mit Sitzheizung und -belüftung. Im Fond dahinter lässt es sich ebenfalls mehr als aushalten und auch das Kofferraumabteil bietet mit 490 bis 1.290 Litern zwar nicht unbegrenzt, aber doch solide Verstaumöglichkeiten.

Um diesen Beitrag weiter zu lesen,
bestellen Sie bitte die aktuelle Printausgabe.

Ausgabe kaufen
Mehr erfahren

Antriebsstärken stehen grundsätzlich mehrere zur Wahl, in unserem Fall handelt es sich um die Top-Variante mit 240 kW (326 PS) und einem maximalen Drehmoment von 350 Newtonmetern. Übertragen auf die vier Räder bedeutet das einen Schub von 0 auf 100 km/h in sportlichen 5,3 Sekunden bis hin zur Maximalgeschwindigkeit von 188 km/h. Der Verbrauch pendelt sich nach Datenblatt bei rund 17,7 kWh ein, der Praxistest zeigt immer noch passable 19 kWh auf 100 Kilometer. In Anbetracht der 84-kWh-Batterie errechnet sich so eine maximale Reichweite von ca. 500 Kilometern, die liegt in der Realität dementsprechend nur knapp 50 Kilometer unter den angegeben 546 Kilometern. Wer gerne noch etwas mehr Reichweite rauskitzeln möchte und dem ein Allrad nicht allzu wichtig ist, kann sich für die rein heckgetriebene Variante entscheiden und zumindest am Papier bis zu 582 Kilometer zurücklegen. Ungeachtet der Reichweite wird man aber ohnehin kaum lang an der Ladesäule verbringen, denn der neue EV6 ist Meister im Schnellladen. Dank der maximalen Ladeleistung von 350 kW dauert der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent gerade einmal 18 Minuten.
 
Ob er optisch gefällt oder nicht: Fahren lässt sich der EV6 wie ein Träumchen. Dank der sportlichen Fahrwerksabstimmung federt der EV6 Unebenheiten mühelos ab. Die beweist er weiters durch einen flotten Durchzug, wobei der Wagen stets an Traktion behält und die Leistung zu keinem Zeitpunkt zu viel wirkt. In Kurven brilliert schließlich die wunderbar direkte und präzise Lenkung, für die man sich auch im Stadtbereich in Anbetracht des angenehm schmalen Wendekreisradius von 5,8 Metern dankbar zeigen wird. Das alles hat allerdings seinen Preis: Zwar startet die Basisversion mit Heckantrieb, 125-kW (170 PS)-Elektromotor und 62,9-kWh-Batterie bei 49.190 Euro, wer sich jedoch das Rundumpaket gönnen möchte, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Preis für das Testfahrzeug mit Allrad, Panorama Dach und Wolf Gray-Lackierung: 68.890 Euro.

Text: Felix Kasseroler
Fotos: Werk

news.
letter

Newsletter

Mit dem kostenlosen Newsletter keine spannenden Beiträge mehr verpassen!
Pünktlich zum Erscheinen jeder Ausgabe gibt's vier Artikel in voller Länge.
Jetzt ANmelden
alle.
ausgaben
Mehr erfahren
Tirol's Top 500 - Juli 2025
07/2025

Tirol's Top 500 - Juli 2025

Jetzt bestellen
Online lesen
Spezial: Architektur Mai 2025
05/2025

Spezial: Architektur Mai 2025

Jetzt bestellen
Online lesen
Wirtschaftsmagazin April 2025
04/2025

Wirtschaftsausgabe April 2025

Jetzt bestellen
Online lesen
Spezial: Lifestyle März 2025
02/2025

Spezial: Lifestyle März 2025

Jetzt bestellen
Online lesen
Mehr erfahren
Erstellt von MOMENTUM
schließen