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Kultige Neuauflage

30.3.2023

Mit seiner ikonischen Kastenwagenform, der klassischen Zweiton-Lackierung und dem geräumigen Innenraum hat der VW Bulli mittlerweile Kultstatus auf Österreichs Straßen. So ist es kaum verwunderlich, dass zwischenzeitlich dessen siebte Generation vom Band läuft. Doch nun erkennt auch VW den Trend und bringt den Bulli – zusätzlich zum aktuellen T7 – vollkommen neuinterpretiert auf den Markt. Wir dürfen vorstellen: der VW ID.Buzz – zwar ein Bulli, aber vollkommen elektrisch.


Elektrisch angetrieben

Angesichts der aktuellen Geschehnisse in Politik und Recht ist es nachvollziehbar, dass sich auch VW mit einem Elektro-Bus frühzeitig am Markt positionieren will, bevor laut aktueller Lage auf EU-Ebene das Aus der Verbrennermodelle 2035 tatsächlich Wirklichkeit wird.

Angetrieben wird der Pro folglich von einem Elektromotor mit einer Maximalleistung von 204 PS (150 kW), wodurch ein maximales Drehmoment von 310 Newtonmetern generiert werden kann. Über ein 1-Gang-Automatikgetriebe gelangt die Leistung zu den beiden Hinterrädern, die es schaffen, das rund 2,5 Tonnen schwere Gefährt in knapp über zehn Sekunden auf 100 Stundenkilometer zu beschleunigen. Schluss ist bei 145 km/h. Wirklich mehr braucht es auch nicht, leidet daran doch ausschließlich die Reichweite und die fällt mit 417 Kilometern nach WLTP ohnehin nicht übermäßig hoch aus. Für den alltäglichen Stadtverkehr – in dem sich der 4,7 Meter lange ID-Buzz übrigens dank einem Wendekreis von gerade einmal 11,1 Metern ausgezeichnet schlägt – langt aber auch das allemal. Ist die 77-kWh-Batterie leer, lässt sie sich Dank einer beachtlichen maximalen Ladeleistung von bis zu 170 kW in gerade einmal 30 Minuten von fünf auf 80 Prozent aufladen. Dafür gibt es mächtig Pluspunkte.


Hommage an ein Kultmodell

Während der Antrieb vielerorts Zustimmung findet, scheiden sich in Sachen Design die Geister. Der eine findet das Konzept super und erfreut sich an der dynamischen Linienführung, der andere sieht in dem Modell eher ein verwirklichtes Kinderspielzeug. Welcher Seite man sich auch immer zugehörig fühlt, einer Tatsache kann man sich kaum verschließen, nämlich der offensichtlichen Ähnlichkeit zum Kultmodell von 1950. Angefangen bei der klassischen Zweiton-Lackierung – hier in Weiß/Grün Metallic – über die stark abfallende Schnauze bis hin zur Karosserieform. Diese ergänzen in Kombination mit den auffälligen optionalen IQ.Light-LED-Matrix-Scheinwerfern mit automatischer Fahrlichtschaltung, den 19-Zoll-Felgen und der durchgehenden LED-Rückleuchte das bekannte und doch vollkommen eigenständige Außendesign des neuen ID-Buzz. Vollendet wird es schließlich von zahlreichen aus der ID-Familie bekannten Zierelementen wie jenen am vorderen Stoßdämpfer.

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Viel Platz

Der Innenraum besticht bereits auf den ersten Blick mit geräumigen Platzverhältnissen, sowohl in der ersten und zweiten Sitzreihe als auch im Fond des Fünfsitzers. Varianten mit mehr Sitzen sollen folgen. Insgesamt 1.121 Liter fasst das Ladeabteil des ID.Buzz, bei umgeklappter Sitzreihe sind sogar 2.123 Liter füllbar. Sollte selbst das nicht reichen, ist das Dach des 1,95 Meter großen Wagens mit bis zu 100 Kilogramm zusätzlich belastbar.

Platz genommen werden kann im Cockpit auf stoffbezogenen, elektrisch verstellbaren Sitzen mit jeweils zwei Armlehnen und Sitzheizung. Passend zum schwarz gehaltenen Multifunktionslenkrad mit Touchbedienung sind auch das 10-Zoll-Infotainmentdisplay über der herausnehmbaren Mittelkonsole ID.Buzz-Box sowie die zentralen Bedienungselemente in Schwarz eingefasst. Das Infotainmentsystem besteht aus besagtem Display, neun gut verteilten Lautsprechern, Sprachbedienung sowie der Mobiltelefon-Ablage mit induktiver Ladefunktion. Dank App-Connect wireless bietet der ID-Buzz auch umfassende Möglichkeiten in Sachen Konnektivität.


Äußerst komfortabel

Der Haupteinsatzort des ID.Buzz dürfte der städtische Bereich sein, ist die Reichweite für gediegene Ausflüge in die Ferne wohl noch ein wenig zu gering. Machbar sind sie Dank der äußerst kurzen Ladedauer aber allemal und das auch durchaus komfortabel. Denn fahren lässt sich der ID.Buzz Pro wirklich ausgesprochen harmonisch. Dies ist nicht nur der agilen Lenkung, sondern vor allem dem ruhigen Fahrverhalten auch bei schneller Fahrt geschuldet.

Im Ergebnis macht der ID.Buzz ausgesprochen Freude beim Fahren und dürfte in Zukunft häufiger auf Österreichs Straßen zu sehen sein. Einziges „Schlagloch“ könnte noch der Preis sein: Der fällt mit mindestens 70.863 Euro auffallend hoch aus. Das Testmodell bringt es sogar auf 83.990 Euro. Den ein oder anderen dürfte auch das nicht aufhalten, schließlich bekommt man auch was für sein Geld.

VW ID.Buzz Pro
Antrieb: Heckantrieb
Leistung: 204 PS (150 kW)
Drehmoment: 310 Nm
Beschleunigung: 10,2 sec.
Spitze: 145 km/h
Verbrauch: 21 kWh auf 100 Km (WLTP)
Spaßfaktor: 8,5 von 10
Preis Testwagen: 83.990 Euro
 


Text: Felix Kasseroler

Fotos: Tom Bause

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